Unser neues Bewertungsboard
Vielleicht sind sie euch schon aufgefallen:
Die grünen Routenschilder im A6-Format mit den Fragezeichen, die unter einigen neuen Kletterrouten hängen. Wer sich gefragt hat, was es damit auf sich hat, findet hier die Erklärung.
Zwei Wochen ohne Bewertung – ganz bewusst
Neue Routen bleiben bei uns für etwa zwei Wochen ohne feste Schwierigkeitsbewertung. In dieser Zeit laden wir euch ein, die Routen ohne Vorurteile zu begehen – ganz so, wie sie euch beim ersten Blick erscheinen.
Passt die Linie?
Macht sie optisch Lust?
Traut ihr euch rein – oder reizt sie euch gerade wegen ihrer Ungewissheit?
So entsteht Raum, selbst einzuschätzen, welcher Schwierigkeitsgrad es sein könnte, und vor allem: ob man Lust hat, diese Route zu klettern. Das schult den Blick und hilft dabei, Routen nicht immer nur nach Zahlen auszuwählen.
Schönheit ist mehr als eine Zahl
Oft wird die Schönheit einer Route unbewusst mit ihrem Schwierigkeitsgrad verknüpft. Passt die Bewertung subjektiv nicht, wird die Route schnell als „nicht schön“ empfunden – selbst dann, wenn sie eigentlich spannend, kreativ oder elegant geschraubt ist.
Dabei kann eine Route auch dann Spaß machen, wenn sie nicht sofort gelingt. Oder gerade dann.
Nicht jede Route muss „geschafft“ werden, um eine gute Route zu sein.
Zurück zu den Wurzeln des Kletterns
Draußen suchen wir uns Routen selten nach Zahlen aus.
Wir wählen nach Linie, nach Anmut, nach dem Berg, nach Geschichte oder nach Gefühl. Genau diesen Gedanken möchten wir auch in die Halle zurückholen.
Unvoreingenommen einsteigen.
Herausforderung annehmen.
Frust nicht mit der Zahl verbinden, sondern als Teil des Prozesses sehen.
Denn eines ist klar: Eine 5 ist nicht gleich eine 5.
Jeder Kletterstil ist anders – und wenn ein Stil nicht liegt, fühlt sich auch eine vermeintlich leichte Route schwer an. Das gilt für alle Grade.
Mitmachen & mitbewerten
Wer seine Einschätzung teilen möchte oder neugierig ist, wie andere die Route erlebt haben, kann das ab sofort über unser neues Bewertungsboard im Cafébereich tun.
Dort könnt ihr:
- eure eigene Einschätzung zur Schwierigkeit abgeben
- sehen, wie andere Kletter*innen die Route empfinden
- Teil eines gemeinsamen Austauschs werden
So entstehen Bewertungen nicht nur aus Zahlen, sondern aus Erfahrungen.
Wir freuen uns, wenn ihr euch darauf einlasst –
und Klettern wieder ein kleines Stück freier, neugieriger und spielerischer erlebt.


